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Am Dienstag, 23.3.10 trafen sich 7 Mitglieder des Zentralausschusses (ZA), 26 Mitglieder des Zentralvorstandes (ZV) und 2 Ersatz-ZV-Mitglieder zur 1. dies-jährigen ZV-Sitzung. Gäste waren Giorgio Tuti, Präsident SEV als Referent und Bruno Tanner als Wahlkandidat in die GPK-PV. Für sein Referat fand Giorgio Tuti eine aufmerksame Hörerschaft. Mit seinem frisch von der Leber weg vorgetra-genen, umfassenden Ausführungen hat er alle Anwesenden beeindruckt. Um so vortragen zu können, muss man die Geschäfte à fonds kennen. Er erwähnte, dass das SECO seit Wochen daran sei, die Welt schön zu schreiben. Die Krise sei hinter uns und gute Zeiten stünden uns bevor. Gleiches wollten uns gewisse Recht-saussen-Politiker und -Manager glaubhaft machen. Die Arbeitslosenzahlen deuteten aber auf das Gegenteil hin. Die Leute, die massgeblich daran schuld seien, dass die Finanzblase platzte, seien jetzt praktisch identisch mit denjenigen, die uns weis machen wollten, dass jetzt gespart werden müsse. Frage, wo? Natürlich bei den Sozialwerken. Beim BVG (Herabsetzung des Umwandlungssatzes) sei der Schuss gründlich hinten raus gegangen. Fast 73 % der Bevölkerung habe NEIN gesagt. Das Rechtsbürgertum beeindruckte dies aber offensichtlich nicht. Es soll in gleicher Richtung weitergehen. Jetzt zerzausten diese Kreise die Arbeitslosenversicherung und die Invaliden-versicherung. Auch die AHV soll Haare lassen. Im Rahmen der 11. AHV – Revision werde dem sog. Mischindex der Kampf angesagt. Auch die Unfallver-sicherung drohe unter die Räder zu kommen. Im Rahmen des SGB sei bereits jetzt beschlossen, dass Verschlechterungen mit allen Mittel abgewehrt würden. 0-Toleranz gäbe es bei den Arbeitslosen, d.h. der SGB werde das Referendum ergreifen, und mit Initiativen sollen gewisse Schäden limitiert werden, z.B. mit der Initiative 1:12. Diese verlange, dass der kleinste Lohn in einer Unternehmung nicht mehr als 12 x kleiner sein dürfe als der grösste. Das Lobbying für eine Bundeshilfe an die PK SBB sei in vollem Gange. Es soll mit jedem Politiker gesprochen werden. Das Zentralsekretariat nehme sich dieser Auf-gabe an, allenfalls zusammen mit politisch interessierten SEV-Kollegen und -Kolle-ginnen aus der Region des Politikers. Es könne durchaus 2011 werden bis das Resultat endlich vorliegt. Wir, die Pensionierten, warten noch immer auf den Ausgleich der Teuerung. Wohl sind wir in guter Gesellschaft, weil selbst der Bund seine Pensionierten hängen lässt. Mit Erleichterung haben die Anwesenden vernehmen dürfen, dass sich Giorgio Tuti ohne Wenn und Aber für den Teuerungsausgleich für uns pensionierte Bähnler einsetzen wird, sobald den Pensionären des Bundes eine Teuerung zugesprochen werde. Weitere Themen – zu denen aber noch nichts Konkretes gesagt werden konnte, ausser, dass sie verhandelt werden – seien der FVP und die Rabatte der Atupri-Krankenkasse. Sorgen macht sich Giorgio Tuti wegen der Altersstruktur im SEV, verbunden mit der zu erwartenden Mitgliederentwicklung. Es seien alle aufgerufen, neue Kollegen und Kolleginnen für den SEV zu interessieren und alles zu versuchen, um Kündi-gungen zu verhindern. Erfreulich sei hingegen der finanzielle Abschluss des SEV im Jahre 2009. Der ZV verabschiedete schliesslich ohne Gegenstimme und mit Applaus die Jahres-rechnung 2009 zu Handen der DV, desgleichen den Jahresbericht 2009 unseres ZP. Den Kollegen Buss, Wälti und Lambert dankten der ZP herzlich und der ZV mit einem grossen Applaus. Der ZV portiert Bruno Tanner als Ersatzmitglied in die GPK - PV, Sergio Beti als Mitglied für die VASOS und Serge Anet für den Vorstand der VASOS. Im Projekt „Vernetzung“ der Pensioniertenorganisationen – zwecks Wahrung ihrer gemeinsamen Interessen – mussten die Anwesenden zur Kenntnis nehmen, dass gewisse Gruppierungen sich schwer tun bei der Zusammenarbeit mit dem SEV. Der ZA wird hier noch viel Überzeugungsarbeit leisten müssen.
Ernst Widmer orientierte aus VASOS und SSR. Im neuen SSR, nun als Verein konstituiert, geistere der Ausdruck „Leistungsvereinbarung“ mit dem Bundesamt für Sozialversicherung durch die Köpfe. Vom SSR werde ein jährlicher Bericht über seine Leistungen erwartet, der in einem „Controllinggespräch“ mit dem Bundesamt zeigen soll, ob die gesetzten Leistungen erbracht seien oder nicht. Diese neu verlangte Leistungsvereinbarung könne helfen, immer wieder über die eigene Arbeit nachzudenken, sich Ziele zu setzen und zu sehen, ob man sie verfehlte oder nicht. Grundlage zu allem Tun bleibe der Bericht des Bundesrates vom 29.8.2007 über die „Strategie für eine schweizerische Alterspolitik“. Die kommende DV der VASOS am 15.4.2010 wolle sich mit der beschämenden Situation bei den Ergänzungsleistungen (EL) und deren Schwellenwerten befassen. Geplant sei auch eine Resolution zu den Tariferhöhungen im ÖV (SBB). Schliesslich stellte Armin Fleischmann den von der Sektion Wallis geplanten Ausflug auf das Bettmerhorn kurz vor. Die Veranstaltung endete um halb fünf und regte auf der Heimfahrt zu lebhaften Diskussionen an. Der Zentralsekretär: Walter Saxer |
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