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Am
Dienstag, 13. Mai 2008, konnte Alex Wyss, Zentralpräsident PV (ZP), im
Salle des Cantons im Bahnhofbüffet Lausanne, die Mitglieder des
Zentralvorstandes (ZV) und die Delegierten des PV, zusammen mit
zahlreichen Gästen, u.a. unseren Verbandspräsidenten und Herrn Staatsrat
P.Y. Maillard des Kantons Waadt, zur 89. Delegiertenversammlung (DV)
begrüssen. Der Sektion PV Waadt sei sehr herzlich gedankt für ihren
Einsatz zum reibungslosen Ablauf der DV.
Neben der Genehmigung des Protokolls der DV vom 14. Mai 2007 in Bern, der
Genehmigung von Jahresbericht und Jahresrechnung 2007 sowie des Budgets
2009, das mit einem unveränderten Beitrag an den Unterverband rechnet, lag
das Hauptgewicht dieser DV bei den Wahlen für die neue, am 1. Januar 2009
beginnende, vierjährige Amtsperiode. Mit grosser Freude und Erleichterung
konnten die DV für den auf Ende Jahr von seinem Amte zurücktretenden Alex
Wyss den ZP-VPV, Ricardo Loretan, zum neuen „Kapitän“ des PV-Schiffes
wählen.
Die DV wählte im Weiteren: in den ZV, als Delegierte der Frauenkommission:
Marie-Thérèse Godel und Violette Wicky; in den Zentralausschuss: Sergio
Beti, Bernard Demierre, Hans Heule, Egon Minikus und den Schreibenden,
Walter Saxer; als Ersatzmitglied in die GPK PV: Francis Lambert; in die
GPK SEV: Brigitte Geser; in den Verbandsvorstand SEV: Josef Bühler,
Andreas Forrer, Marie-Thérèse Godel, Erwin Gugger, Daniel Turin, Eligio
Zappa und Bernard Demierre; als Delegierte für den alle vier Jahre
stattfindenden Kongress des SGB: Hans Beeri und Hans Heule sowie für die
VASOS: Norberto Beretta, Marie Thérèse Godel, Daniel Turin, Ricardo
Loretan und Hugo Spitteler. Der ZP dankte allen, die mit ihrer Tätigkeit
in einem Amte der Allgemeinheit dienen, sehr und wünschte ihnen Erfolg und
Befriedigung.
Mit herzlichen Worten verabschiedete der ZP aus ihrem Ämtern, Godi Zaugg,
„alt“ Zentralsekretär PV und den Präsidenten der Sektion
Glarus-Rapperswil, Willi Langenegger.
In
seiner Grussbotschaft erinnerte Pierre-Alain Gentil an die Verantwortung
des Bundes für die Sanierung der in argen, finanziellen Schwierigkeiten
steckenden Pensionskasse SBB (PK) und damit an die Unmöglichkeit der
Kasse, die Teuerung bei den Renten auszugleichen. Für den Normalbürger,
der es gewohnt ist, seine Rechnungen, auch die Steuern an den Bund,
fristgerecht zu bezahlen, ist es gelinde gesagt unverständlich, wie der
Bundesrat (BR), vorab BR Merz, mit der Begleichung der Schulden des Bundes
an die PK SBB trödelt, sie sogar zu minimieren sucht und gleichzeitig die
PK der Bundesangestellten mit Geld überschüttet. Die 3 Mrd. Franken,
welche die PK SBB braucht, um einigermassen aus dem Schlamassel
herauszukommen, in welches sie manövriert wurde, ist kein Geschenk,
wie die Ratsrechte dem Volk weismachen will. Es ist zu einem grossen Teil
Geld, das der Bund unserer Kasse bei der Verselbständigung 1999
vorenthalten hat. Der Verbandspräsident – ernüchtert durch den Fall Cargo
Freiburg – ist denn auch der Meinung, die Pensionierten sollten sich
anlässlich einer beeindruckenden Demonstration, zusammen mit GeKo, VPOD,
comedia und Aktiven an einer Grossdemonstration bemerkbar machen.
Herr Staatsrat Maillard, Leiter des Gesundheitsdepartementes im Kanton
Waadt, stellte mit Bedauern fest, dass die Schweiz heute einen Abbau von
fast allen sozialen Errungenschaften erlebe, die unsere Vorfahren und wir
aufgebaut haben. So wandte er sich mit deutlichen Worten gegen eine
Annahme des am 1. Juni zu Abstimmung stehenden Verfassungsartikels mit dem
scheinbar vernünftigen Titel „Qualität und Wirtschaftlichkeit in der
Krankenversicherung“. Eine Mogelpackung, die nach Vergleichbarem suchen
muss und die es den Neoliberalisten erlaubt, nun auch im Gesundheitssystem
mit zu mischen. Bei einer Annahme droht eine Zweiklassenmedizin, die nur
noch den Wohlhabenden eine qualitativ hoch stehende medizinische
Versorgung erlaubt, die Leistungen bei der Pflege im Heim und bei der
Spitex abbaut, Deckungslücken bei Unfällen hinterlassen kann, höhere
Prämien und Kostenbeteiligungen verursacht und vermehrte
Versicherungsvorbehalte zur Folge haben kann. Zusammen mit der
Ärzteschaft, den Kantonen, der Gesundheits- und Sozialdirektoren, der
Konsumentenorganisation usw. treten auch alle Gewerkschaften für ein
deutliches NEIN am 1. Juni ein. Hoffen wir, dass auch in diesem
Fall das Gespür der Stimmbürger und Stimmbürgerinnen nicht versagt.
Eindringlich mahnende Worte fand auch Alex Wyss zu diesen Themen sowie zum
in Teilen der Bevölkerung als überholt angesehenen Generationenvertrag.
Dieser soll nach Meinung von Teilen der FDP durch einen
Gesellschaftsvertrag ersetzt werden sollte, nach welchem die
wirtschaftlich Stärkeren den wirtschaftlich Schwächeren, unabhängig des
Alters, unter die Arme greifen. Im Weiteren orientierte der ZP über
Leistungen des Tarifverbundes Nordwestschweiz und die Verhandlungen beim
SEV über die Kollektivverträge mit einigen Krankenkassen.
Schliesslich berichtet Brigitte Geser über die Tätigkeiten der
Frauenkommission und Ernst Widmer über die vielschichtige Arbeit der
VASOS.
Programmgemäss schloss der ZP die DV um 16.30 Uhr. Er dankte allen für
ihre Arbeit während des ganzen Jahres für den PV, gratulierte herzlich den
neu und den Wiedergewählten, bat alle, den künftigen ZP, Ricardo Loretan,
wo immer möglich zu unterstützen und ermunterte, weiterhin für die
Anliegen des PV und des SEV zu kämpfen. Wer nicht kämpft, hat schon
verloren!
Walter Saxer
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